Unweit südlich von La Leona biegt von der Ruta 40 (hier parallel zum Fluss La Leona) ein Weg nach Westen ab, der allmählich die Hügel hinauf kriecht. Gruppen von Guanacos grasen hier. Im nächsten Tal öffnet sich der Blick in eine zerklüftete ausgewaschene Mondlandschaft: 49°50'57" S 72°6'43" W, den Bosque Petrificado La Leóna (Versteinerter Wald / Petrified Forest).

Das Licht ist wegen dichter hoher Wolken zunächst ganz flach. Die Landschaft am Hang des Cerro Los Hornos wirkt tot und eintönig. Kann das was für Photographen sein? Vor hundert Millionen Jahren wurde hier eine vegetationsreiche Landschaft von der Asche eines Vulkanausbruchs zugedeckt. Der kalk- und tonhaltige Grund darunter und die Asche von oben haben pflanzliche und tierische Reste konserviert. Diese holen Wasser und Wind nun langsam wieder aus dem karstigen fast weißen Boden hervor.

Die Dino-Knochen sind nicht so super erhalten bis auf den 1,8-Meter-Rückenwirbel eines Argentinasaurus. Die versteinerten Bäume hingegen lassen noch viele Details erkennen. Manche sind so bunt, als wären sie gerade umgefallen. Die unbewachte Fundstätte ist riesig und völlig menschenleer. Besuch ist selten. Man kann stundenlang wandern, rauf und runter. Das windige Wetter lässt uns auch diesmal nicht im Stich: Die Wolken weichen allmählich blauem Himmel, so dass wir Schatten und Farben bekommen. Der Chef-Photograph wirkt deutlich zufriedener.

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