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Tumbus (Tombos) ist ein sudanesisches Dorf am 3. Nilkatarakt 40 km nördlich von Dongola. Es ist berühmt für seine Geschichte und Funde aus der Zeit der ägyptischen Kolonisierung um 1550 v. Chr., s. dazu Altertum Altertum Tumbus. Am Nachmittag nach dem Besuch Kermas und des dortigen Museums traf unsere Reisegruppe ein – begleitet vom Direktor des Kerma Museums und einem local guide. Der Erstere als kompetenter Fachmann für die archäologischen Schätze, der Letztere, da es einfach Vorschrift in Sudan ist, dass Besucher, besonders Ausländer, immer auch von einem lokalen Führer begleitet sein müssen. Das Dorf weist keine asphaltierten, nur sandige, meist ausgefahrene Buckelpisten als Straßen auf und bekommt sehr selten Besuch. Es lebt also nicht von irgendeiner Form von Tourismus, sondern – und das vermutlich mehr schlecht als recht – von der landwirtschaftlichen Nutzung der Niloase beiderseits des Nils und auf den diversen Nilinseln. Unter vielen Dattelpalmen wird häufig Luzerne angepflanzt. Wir konnten einen Bauern beim Ernten des Alfalfa mit kurzer Sichel beobachten. Kinder waren auch zu sehen. Jungen vor allem. Letztlich hatten wir nur wenig Einblick in das tägliche Leben. Auffällig waren die Eingangstore zu den Gehöften, die manchmal, wenn sie offen standen, einen schnellen Blick in Höfe erlaubten - und siehe da, eine Satellitenschüssel. In arabischer oder der Tradition von Wüstenbewohnern sind die Häuser nach außen fensterlos oder von hohen Lehmmauern umgeben. Die Eingangstore jedenfalls alle aus Eisen und bemalt oder lackiert, vermutlich nach Geschmack und Design der Hausherrin: Gerne in Pastelltönen hellblau und rosa und keins wie das andere.




Tonkrug mit Wasser vor Hauseingang

Die arabische SItte, dem Reisenden Wasser vor dem Haus anzubieten, wird auch im Sudan sehr ernst genommen.